DAS GEHÄUSE DAS MATERIAL NICKEL ALLERGIE Wie entsteht Rost
Das Uhrgehäuse und die Nickel-allergie
Wer hat das noch nicht erlebt:

Ein paar Ohrringe vom Flohmarkt, und nach kurzer Zeit reagiert die Haut mit Juckreiz und roten Pusteln. Modeschmuck und Uhren, die nicht den EU-Normen entsprechen, werden insbesondere auch von Straßenhändlern verkauft. Da kann es vorkommen, dass ein Schnäppchen eine Fehlinvestition zu Lasten der Gesundheit ist.

Die so genannte Kontaktallergie ist eine Allergie vom Spättyp (Typ IV-Reaktion). Sie äußert sie sich als Ekzem auf der Haut - also als Rötung oder nässende Stelle - und stellt den häufigsten Ekzemtyp überhaupt dar. Bereits mehr als jeder fünfte ist in Deutschland davon betroffen und nimmt immer noch zu. Schon auf den  kleinsten Kontakt, reagiert die Haut mit Rötungen und Pusteln.

Die häufigsten Auslöser von Kontaktekzemen sind Nickel und Kobalt, Chromat-Ionen aber auch viele andere chemische Stoffe.  

Nun wurde eine EU-Richtlinie, die die Verwendung von Nickel beschränkt, in deutsches Recht umgesetzt. Bei Bedarfsgegenständen, die unmittelbar und länger mit der Haut in Kontakt kommen (z.B. Uhren, Schmuck, Nieten, Reißverschlüsse), ist es verboten, dass diese mehr als 0,5 Mikrogramm Nickel pro Quadratzentimeter und Woche abgeben. Bei Gegenständen, die im Körper verbleiben (z.B. Ohrlochstecker und Piercingringe) sind lediglich Spuren von Nickel unter 0,05 % erlaubt. Beschichtete Nickel-Artikel (wie Modeschmuck) muss so dauerhaft sein, dass über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren nicht mehr Nickel als erlaubt abgegeben wird.