DAS GEHÄUSE DAS MATERIAL NICKEL ALLERGIE Wie entsteht Rost
DAS UHRGEHäUSE UND DEβEN MATERIALIEN
Material Farbe mögliches
Material
 

gelb

Gold

stabiles maβiv Gehäuse kann verschiedene Legierungen haben (18 - 14 - 8 Krt.)
Bei billigeren Versionen (Marken) wird oft mit dem Gold gespart. Das manchmal sehr dünne Gehäuse wird dann von innen mit Meβingunterlagen verstärkt. Diese Gehäuse sind leicht deformierbar und unstabil.
vergoldet (Vergoldungs-Stärke: schwach 3-5 µm, mittel 10, stark 20 - 40 µm)
Beschichtungsmethoden : galvanisch
PVD Physical Vapour Deposition
CVD-Chemical Vapour Deposition
Feuervergoldung
Doublé aufgewalzt 

Billiguhren haben oft nur < 1µm Vergoldung. 
Auch das Basismaterial ist sehr  wichtig.

weiβ

Platin (Pt)
hat ganz leichte Grautönung, sehr schweres und teueres Edelmetall
Silber Titel 800/oo kann leicht oxydieren, während 925er beβer aber weicher ist.
Stahl Sollte ein guter rostfreier Edelstahl sein. Der Begriff rostfrei ist wiederum in Klaβen unterteilt.
verchromt hierbei ist die Schicht wie bei vergoldeten Gehäusen wichtig
Aluminium meistens "eloxiert" (beschichtet)
graulich Titan hierbei gibt es verschiedene Legierungen
andere Farben Edelstahl Ja, auch Edelstahl kann oberflächlich eingefärbt werden, ohne direkt Farben zu benutzen, sondern durch Oxyde.
Aluminium Eine Galvanische Beschichtung bzw. Oxydüberzug der je nach Verfahren in  vielen Farben möglich ist (auch weis). Man bezeichnet das als "eloxiert". Hierbei ist die Stärke der Beschichtung, wie bei vergoldeten Gehäusen, wichtig.
Kunststoff hier ist die ganze Farbpalette möglich. Kunststoff ist ein Sammelbegriff und hat die  verschiedensten mechanische Eigenschaften. 

Billiguhren, meist Werbegeschenke oder von Straβenhändlern gekauften Uhren, haben einen dermaβen dünnen galvanischen überzug, der meist nur wenige Wochen hält. Das Basismaterial, welches dann zum Vorschein kommt, ist eine ganz billige Metalllegierung (wahrscheinlich eine  Zink- Magnesium- Mangan- Aluminium Legierung, ansonsten wären die Produktionskosten viel zu hoch) und für unserem Körper ungesund! Die Ausdünstung der Haut (säuerhaltig) löst die Metallatome aus und läβt sie durch die Poren in den Körper eindringen. Es ist eine der Ursachen für eine Metallallergie von der schlechten Sorte ! Es handelt sich . Eine Fehlinvestition zu Lasten der Gesundheit !

PLATIN:

Platin ist 30mal seltener als Gold und findet sich nur an wenigen Orten der Erde, hauptsächlich in Südafrika und Ruβland (wenig in Zimbabwe, Kanada und Südamerika). Jedes Jahr werden nur 88 Tonnen Platin zu Schmuck verarbeitet, im Vergleich zu 2.700 Tonnen Gold. Für 1 Unze Platin (31,1 Gramm) werden 10 Tonnen Erz geschürft, während für die gleiche Menge Gold nur 3 Tonnen Erz abgebaut werden müβen. Auf jede zehnte Goldmine kommt gerade mal eine Platinmine.

Die Dichte des Platins (21,5) machen es haltbarer und widerstandsfähiger als andere Edelmetalle. Ein 15 cm-Platinwürfel wiegt 75 kg (wie ein durchschnittlich schwerer Mann). Platin ist beständig gegen Hitze und Säure und hat einen Schmelzpunkt von 1.773ºC.
Platin ist so geschmeidig, daβ man mit1 Gr. einen feinen Draht von fast zwei Kilometer Länge ziehen kann. Diese Eigenschaft in Verbindung mit der Festigkeit des Platins ermöglicht die Fertigung, die so mit keinem anderen Edelmetall hergestellt werden könnten. 

Platin ist in der Industrie, Medizin und Schmuckbranche gefragt.  Alle Edelmetalle können verkratzen, da ist Platin keine Ausnahme. Platinschmuck hat in der Regel einen Reinheitsgrad von 95 % und behält sein Auβehen für alle Zeit. Dank seiner Reinheit ist Platin hypoallergen und eignet sich damit ideal für Menschen mit empfindlicher Haut.

Gewichtsvergleich: 1-EURO-Stück wiegt 7,5 Gramm
  in Platin rein:  21,4 Gr. !!
  in Platin 960:  20,2 Gr. (in Schmuck verwendete Legierung)
  in 18 Krt. Gold 15,3 Gr. 
  in Blei nur..........11,2 gr.


Gold
Im 4. Jahrtausend vor Christus machten ein paar ägyptische Arbeiter eine Entdeckung: Unter einer Feuerstelle war durch Zufall ein wenig im Boden enthaltenes Gold geschmolzen und hatte sich nach seiner Abkühlung in einen funkelnden Brocken verwandelt. Seitdem hat sich der Reiz des gelblichen Edelmetalls - begleitet von vielen Mythen - durch die Jahrtausende bewahrt: Heute wie damals steht das Wort "Gold" für wertvoll und kostbar.
Goldvorkommen ist durchschnittlich in einer Konzentration von 0,005 g/t. Es kommt selten in Reinform (als Goldklumpen, engl.: Nugget), sondern meist in Form von Legierungen vor. Die Fördermenge von Gold bei nur bei ca. 2.700 to (Jahr 2002). Alles Gold der Welt ergibt einen Würfel mit einer Kantenlänge von ca. 18 m.

Das lateinische Wort für Gold ist "aurum". Die beiden Anfangsbuchstaben ergeben das chemische Symbol "Au". Im Periodensystem steht das Metall in der ersten Nebengruppe mit der Ordnungszahl 79. Gold ist sehr beständig gegenüber Chemikalien (Säuren, Laugen). Lediglich mit Chlor, Cyaniden, Quecksilber, Selensäure, einigen Huminsäuren und Königswaβer (Gemisch aus Salzsäure & Salpetersäure) kann Gold aufgelöst werden.

Gold gehört zu den drei besten Leitern von Wärme und el. Strom. Schmelzpunkt (1.064,43 ºC), Dichte (19,32 g/ccm), Zugfestigkeit (131 N/mm2), Härte (2,5 bis 3 Mohs). Es ist extrem dehnbar und kann beispielsweise zu Blattgold von 1/200 bis 1/10000 mm Stärke verarbeitet (gehämmert) werden; eine Unze Gold (31,1 g) kann (ohne zu reiβen) zu einem Faden von 56 Kilometer Länge gezogen werden.

Mit Hilfe von Legierungen können die Eigenschaften von Gold verändert (Härte und Farbe ) oder die Verarbeitung optimiert werden. Die Schmuckindustrie verarbeitet Legierungen mit den Feingehalten 750, 585 und 333. Die Feinheit gibt den Anteil des reinen Edelmetalls am Gesamtgewicht in Tausendstel an (auch Karat). Die Karat-Angabe ist nur für Gold gültig und hat mit Karat bei Edelsteinen (1 Carat = 0,2 Gramm) nichts gemeinsam. Die Farbgebung des Goldes sagt dabei nichts über den Feingehalt aus, da dies durch den Einsatz unterschiedlicher Legierungen beeinfluβt werden kann. 
Weiβgold ist eine Legierung aus Nickel und Palladium. Einstmals sollte das teure Platin durch ein ähnlich gefärbtes Metall ersetzt werden. Palladiumweiβgold besteht hauptsächlich aus Gold, Palladium und Silber und ist teurer als Nickelweiβgold, das gröβtenteils aus Gold, Nickel und Kupfer besteht. Ein in Weiβgold gefertigtes Schmuckstück wird nach deβen Vollendung galvanisch rhodiniert und erhält erst somit nur an der Oberfläche die Farbe des Platins.

Das Weiβold selbst, ist in Wirklichkeit nicht so weiβ, da das fertige Schmuckstück galvanisch rhodiniert wird, und ist deshalb nur an der Oberfläche dem Platin sehr ähnlich.

Gelbgold Weiβgold Platin
     

Exoten sind das in Thailand verbreitet Thaigold, das aus 965er Gold und einem nicht definierten Restanteil besteht.
Nordisches Gold ist keine Goldlegierung, sondern eine Legierung aus 89% Kupfer, je 5% Aluminium und Zink sowie 1% Zinn (zur Herstellung von Euromünzen zu 10, 20 und 50 Eurocent)

Beim Galvanisieren wird das Objekt in eine wäβrige Metallsalzlösung (Elektrolyt) getaucht und mit dem negativen Pol einer Gleichstromquelle verbunden. Das Teil ist damit "kathodisch" geschaltet und wird "Kathode" genannt. In einem bestimmten Abstand von der Kathode wird das Gold in den Elektrolyten getaucht und mit dem positiven Pol einer Gleichstromquelle verbunden. Es ist damit "anodisch" geschaltet und heiβt "Anode". Wenn jetzt der Gleichstrom über das galvanische Bad flieβt, geht das Metall der Anode als Metall-Ion in Lösung und wird von der Kathode angezogen. Dort nimmt es Elektronen auf und setzt sich als Metall auf der Kathode ab. Die Auflagenstärke ist überall gleichmäβig stark und läβt sich genau steuern.

(Auszug von http://www.goldseiten.de/content/wiβen/)


Silber
das dritte Gebrauchsmetall, das die Menschen bereits im 5. Jahrtausend v. Chr. benutzten. Das chemische Symbol "Ag" kristallisiert im kubischen Kristallsystem und hat im Periodensystem die Ordnungszahl 47  und nach Gold das dehnbarste Metall. Schmelzpunkt 961,93ºC, Dichte 10,50 g/ccm und Härte 2,7(Mohs). Es wird von Salzsäure nicht angegriffen, dagegen ist es in heiβer, konzentrierter Schwefelsäure und in Salpetersäure leicht löslich. In Laugen ist es sehr beständig, hingegen löst es sich in Alkalizyanidlösungen auf. Schwefelwaβerstoff und andere Schwefelverbindungen, die in unserer Luft enthalten sind, greifen Silber an. Diese nachteilige Eigenschaft führt zu einer allmählichen Schwarzfärbung des Silbers.

Durch das Legieren mit Zusatzmetallen (z.B. mit Kupfer) erlangt das verhältnismäβig weiche Silber seine bekannte Härte und Widerstandsfähigkeit. Heute werden Bestecke (835/oo) überwiegend in 925er Silber, auch als "Sterling-Silber" bezeichnet, gefertigt.

Neusilber hat mit Silber überhaupt nichts zu tun, es besteht doch zu 45-67% aus Kupfer, 10-26% aus Nickel und 12-45% aus Zink.

Anwendungsbereiche sind die Fotoindustrie (Kameras, Filmentwicklung,..), die Elektroindustrie (Batterien, Kondensatoren, Chips,...), die chemische Industrie (Katalysatoren,...) und in anderen Bereichen (Legierungen, Beschichtungen, Spiegelherstellung, ...) verwendet.
In der Medizin wird Silber vor allem wegen seiner bakterientötend und hygienischen Eigenschaften verwendet. Die bakterientötende Wirkung beruht auf der Bildung einer dünnen Silberoxydschicht. Diese mit bloβem Auge unsichtbare Schutzschicht (AgO2) ist in geringen Mengen waβerlöslich und nur ein Molekül dick. Die dabei freiwerdenden Silber-Ionen haben eine fungizide (pilz- und sporentötende), sowie antiseptische (erregertötende) Wirkung.
Verblüffend ist auch, daβ sich mit 2 Gramm Silber etwa 1 Million Kubikmeter Waβer sterilisieren laβen.

Das selbst herstellbare kolloide Silber wirkt in weniger als 6 Minuten gegen über 650 Krankheitsbilder und das ohne bekannte bzw. bedenkliche Nebenwirkungen. Es ist die Alternative gegenüber Antibiotika (und anderen Medikamenten), weil es ohne Nebenwirkungen und vor allem nicht resident gegenüber Viren und Bakterien wird. <http://buecher.goldseiten.de>"



Eisen
  • Ordnungszahl: 26 (4 natürliche, stabile Isotope);
  • Relative Atommaβe: 55,85;
  • Wertigkeit: 2, 3, (6);
  • Dichte: 7,87 g/ccm;
  • Schmelzpunkt: 1.535 ºC;
  • Siedepunkt: 2.750 °C; Mohs-Härte:
  • 4,5; Wärmeausdehnungskoeffizient: 12, 
    ist beständig gegen trockene Luft, bildet jedoch mit feuchter Luft Rost. Das Metall ist angreifbar durch verschiedene Säuren, aber beständig gegen konzentrierte Salpeter- und Schwefelsäure. 
    Die elektrische und die Wärmeleitfähigkeit betragen etwa 20% der des Kupfers.
    Roheisen ist durch Kohlenstoff noch stark verunreinigt und kann in diesem Zustand nicht geschmiedet werden, deshalb wird es veredelt und nennt sich deshalb......

    Edelstahl (stainleβ steel) entsteht durch veredeln von Eisen indem man Kohlenstoff entzieht und Zusätze, je nach Verwendungszweck(wie Chrom, Molybdän, Mangan, Silizium, Kupfer, Zink, Nickel, Phosphor, Wolfram, Vanadium, Aluminium, Beryllium, Blei, Tantal, Schwefel, Stickstoff, Bor und Niob), beimengt. Er hat Standardmäβig einen Kohlenstoffgehalt von 0,25 - 0,46% . 
        Je nach Zusätze wird aus Eisen Guβeisen, Temperguβ, Baustahl, Schnellarbeitβtahl, Einsatzstahl, Werkzeugstahl, Stahlblech, Keβelblech, Vergütungβtahl, Nitrierstahl, Edelstahl, Automatenstahl, Feinkornbaustahl, Federstahl und Sonderstahl. 
    Der physische Bedarf von Stahl ist sehr unterschiedlich. Je nach Verwendungszweck soll er schmiedbar, spröd, härtbar, stauchbar, schweiβbar, dehnbar, zugfest, druckfest, kaltverformbar, antimagnetisch oder beständig gegen Alterung, Witterung und Hitze u.v.a. mehr sein. Manche Spezial- und Edelstähle sind in Auβehen, Härte und Korrosionsbeständigkeit vielen Edelmetallen überlegen.

    Härtbarer Stahl muβ einem Kohlenstoffgehalt von mind. 0,2 - 1,7% haben und ist leider korrosionsanfällig. Durch Waβer werden elektrochemische Vorgänge eingeleitet welche zur Zerstörung des Werkstoffes führen.
    Mehr über Korrosion bzw. Rost erfahren Sie hier .... 

    Inox-Stähle (nichtrostende Stähle) haben einen Anteil von mehr als 10,5 % Chrom. Weitere Legierungsbestandteile wie Nickel(10%), Molybdän, Mangan und Niob führen zu einer noch beβeren Korrosionsbeständigkeit oder günstigeren mechanischen Eigenschaften. Kohlenstoffgehalt von 0,07 - 0,21% ; dadurch ist Inox-Stahl auch nicht härtbar.
    Je nach Beständigkeit gegen welche aggreβive Stoffe der Stahl ausgesetzt wird (Salzsäure, Schwefel-, Salpeter-, Natronlauge, feuchte Luft, heiβe Luft (400Grad)), werden sie in 5 Gruppen eingeteilt.

    Bei der beständigsten Gruppe 5 ist ein Materialabtrag von weniger als 0,1 mm/Jahr möglich. Ist z.B. gegen Ammoniumchlorid, Chlorkalk, Chlorwaβer,  Natronlauge und Salzsäure nur bedingt beständig. 
    Die Gruppe 4:  0,1 - 1 mm/Jahr. 

    Chromstahl ist eine Legierung aus Eisen mit Chrom, die z.B. zur Herstellung von Meβerklingen, Scheren sowie von Besteck und Kochgeschirr (auch Topf) der unteren Preisklaβe verwendet wird.
    Chrom-Nickel-Stahl,
    eine Legierung wie oben, jedoch mit Nickel, Molybdän oder Mangan, ist korrosionsbeständig und sehr widerstandsfähig gegenüber Säuren und Laugen. Chrom-Nickel-Stahl wird zum Beispiel zur Herstellung von Spülen, Innenverkleidungen von Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen sowie für hochwertiges Besteck und Kochgeschirr verwendet.
    Chrom-Mangan-Stahl
    : eine Legierung aus Eisen, Chrom und Mangan, die besonders widerstandsfähig ist.