DAS GEHÄUSE DAS MATERIAL NICKEL ALLERGIE Wie entsteht Rost
NICKEL IM STAHL UND UHRGEHäUSE SOWIE MODESCHMUCK

Nickel

wird dem Stahl beigemengt um den Arbeitsablauf von bestimmten Produktionsverfahren zu vereinfachen, aber auch um die Produktion ganz erheblich zu verbilligen. Bestimmte Ergebnisse, etwa beim Löten, sind ohne Nickel gar nicht zu erzielen.

      Mit dem Auftauchen der Nickelbäder, machte man sich die billig und zuverlässig zu erzeugenden Galvano-Beschichtungen zu nutze, in weiβ und als Schwarznickelniederschläge, die sich vor allem an technischem Gerät finden.
    Glanznickelbäder veränderten die Situation schlagartig, da diese Bäder selbsttätig Hochglanz erzeugen können. Clevere Produzenten setzten sie alsbald statt der teueren Polierverfahren ein. Einen Nachteil hatte die Sache allerdings: Nickel ist ein weiβgrau-gelbes Metall das ganz hervorragend weitergalvanisiert werden kann. So lag der Gedanke nahe, gelbe Metallteile aus Messing mittels Nickelauftrag zu polieren und dann mit einer Vergoldung wieder gelb zu ummanteln. Angewendet wurde diese Technik vor allem dort, wo überaus teuere Verfahren vorherrschten. Es war dies vor allem der Bereich des Doublé-Schmucks, wo man auf hohen Kosten saβ und folglich äuβerst interessiert war; der heute bekannte Modeschmuck.


              Grundsätzlich ist nicht das Nickel welches in die Schusslinie geraten ist, sondern das freigesetzte Nickel. Hierfür gibt es Höchstwerte, die mit in den Apotheken erhältlichen, einfachen Testsets überprüft werden können. Das alles muβ keineswegs schlimm sein.
So vertragen auch hochgradig nickelempfindliche Menschen Implantate, die zu über 50% aus reinem Nickel bestehen, ohne jedes Problem.
Wichtig an der ganzen Sache ist immer nur, daβ aus dem Material kein Nickel freigesetzt wird.
Das ist der Punkt.

Früher hatte man Brillengestelle aus reinem Nickel und kein Mensch hatte Beschwerden. Warum? Nickel wurde früher als nichtrostender, weiβer, duktiler Werkstoff für vielerlei Dinge benutzt, der sich auserdem noch wunderbar polieren lieβ. Aber da war Nickel noch Nickel und Gold war Gold.

Galvanische Prinzipien:

Betrachtet man die Spannungsreihe der Metalle, findet man Nickel sehr weit im Negativbereich, Gold und Silber dagegen, sehr weit im Positivbereich. Verbindet man Silber und Nickel miteinander und taucht beide Teile in einen Elektrolyten (Salzwaβer, Säuren, Basen), dann läβt sich zwischen den beiden unverbundenen Enden eine Spannung von über 3 Volt messen!
Bei diesem Stromfluss geht die negativere Seite der beiden Metalle in Lösung, d.h. das Metall verwandelt sich in ein Salz.

Das Gleiche gilt für die Paarungen Nickel-Gold und Nickel-Messing, Nickel- Rhodium, Gold-Messing, Gold-Tombac und auch für Silber-Messing,
Diese sind äuβerst schädlich und machen vielen Menschen, vor allem Frauen, das Leben schwer. Warum war das früher denn nun anders? Weil die Dinge nicht vergoldet wurden.
Zwar sind Nickel und Zink für die Betroffenen auch unangenehme Allergie-Auslöser, aber es sind vor allem die Salze aus diesen Metallen welche für den schlimmsten ärger sorgen.

     Hochbedenklich sind immer metallische Verbindungen aus elektrisch stark unterschiedlichen Metallen, also solchen, die sich in der galv. Spannungsreihe weit entfernt voneinander befinden. Man kann ohne zu übertreiben, die Salze der negativen Metalle als Hauptallergieauslöser betrachten.

So ist z.B. für Ohrstecker, die nach dem Ohrlochstechen verwendet werden, die Verwendung von Nickel verboten bis der Wundkanal verheilt ist, um Allergien gegen Nickel bei Verbrauchern zu vermeiden. Ausgenommen sind jene, die homogen sind und deren Nickelgehalt unter 0,05 % liegt.

Fachhändler achten deshalb schon beim Einkauf strikt auf Nickelunterlagen bei vergoldeten und versilberten Teilen.