DAS GEHÄUSE DAS MATERIAL NICKEL ALLERGIE Wie entsteht Rost
SÜDTIROLER UHRMACHER - WAS IST EIGENTLICH DIESER ROST
Was ist dieser Rost?

Sauerstoff allein in der Luft bewirkt noch nichts, auch Feuchtigkeit gehört dazu und geht mit Eisen eine chemische Verbindung ein (Oxyd). Überall in der Luft ist Wasserdampf. Zusammen mit bestimmten Salzen, die in winzigen Spuren vorhanden sind, reagiert auch er mit dem Eisen und dem Sauerstoff. Wasser löst den Luftsauerstoff und bringt ihn eng mit dem Eisen zusammen .
Das rötlichbraune Eisenoxid besteht zunächst nur aus einer dünnen Schicht. Rost ist nicht stabil. Verrostende Eisenteile werden brüchig und porös und nehmen zunehmend feuchte Luft auf. (Durch Zusatz von Ni, Cr  kann man Stahl rostfrei machen ist aber nicht mehr härtbar ).

Der Vorgang kann galvanisch-elektrolytisch oder rein elektrolytischer Natur sein. Im ersten Fall hängt die Korrosion mit der Bildung galvanischer Lokalelemente zusammen, in denen infolge chemischer Reaktionen zwischen Metall und Wasser, ein Stromdurchgang stattfindet. 
Es entsteht ein galvanisches Element im wesentlichen aus drei Teilen: unedles Metall (Anode) gibt Elektronen ab, wird zum Ion, welches in wässriger Lösung ( Elektrolyt) die Wanderung zum edlen Metall (Kathode - positives Potential) ermöglicht, welches unverändert bleibt, und Wasserstoff frei wird. 
Die elektrochemische Korrosion durch Wasser ist durch zwei voneinander abhängige, jedoch an verschiedenen Stellen des Metalls ablaufende Reaktionen gekennzeichnet. Die Vorgänge der Korrosion werden durch kleine Lokalelemente ausgelöst, der zur Auflösung und Zerstörung des beteiligten Metalls führen kann.. 
Ein Lokalelement stellt einen eigenen Stromkreis dar. Dieser kleine Stromkreis bildet das sogenannte Korrosionselement. So ist z.B. eine Metalloberfläche, die dem Angriff durch den Elektrolyten Wasser ausgesetzt ist, nicht als homogen anzusehen. Selbst reines Metall bietet an seiner Oberfläche dem Korrosionsangriff Bereiche unterschiedlicher Reaktionsfähigkeit an, die einzelne Lokalelemente bilden. 
In wasserführenden Korrosionssystemen stehen häufig verschiedene Metalle miteinander in leitender Verbindung und sind dem Korrosionssangriff durch Wasser gleichermassen ausgesetzt.

Ein Metallatom unter Abgabe von Elektronen tritt als Metallion aus dem Metallgitter heraus. Ist ein Elektronenakzeptor in Form eines Oxidationsmittels da, dann kann der Korrosionsprozess bis zum Ende ablaufen. Bei der chemischen Korrosion durch Sauerstoff oder Gase fällt der Ort der Ionisierung des Metallions mit dem Ort der Elektronenaufnahme zusammen. 
Während der Korrosion werden Atome aus der metallischen Oberfläche herausgelöst und treten als positiv geladene Atome (z.B. Fe2+ oder Cu2+) in die Lösung über und lassen die entsprechende Zahl Elektronen zurück. Im Korrosionselement sind Anode (auch Lösungsanode bezeichnet) und Kathode in metallisch leitender Verbindung. Über diese Verbindung fließen die Elektronen von der Anode zur Kathode. Der elektrische Stromkreis wird über die Elektrolyten (Wasser) geschlossen, indem positive Ionen zur Kathode wandern und dort durch die negativen Elektronen entladen oder durch Mitwirkung von gelöstem Sauerstoff oder von Wasserstoff-Ionen verbraucht werden. Auch andere Ionen oder Stoffe, die als Elektronennehmer wirksam werden, können die Korrosion in Gang setzen. In der Nähe der Kathode reichern sich Hydroexil-Ionen an, da hier z.B. durch Entladung von H-Ionen der saure Charakter des Wassers zurückgeht.

Die Korrosion des Eisens durch Wasser wird durch die sogenannte "dipolare" Eigenschaft des Wassermoleküls stark gefördert. Das Wassermolekül ist ein dipolares Molekül, weil seine positiven und negativen Ladungen nicht gleichmässig um den Mittelpunkt verteilt sind, sondern asymmetrisch liegen und dadurch positive und negative Pole bilden. Aus dieser Eigenschaft des Wassermoleküls ergibt sich zum großen Teil die bemerkenswerte Fähigkeit des Wassers, andere Stoffe aufzulösen und in Ionen aufzuspalten, auch solche, die durch Ionenbildung zusammengehalten werden. Die elektrischen Kräfte der unsymmetrisch verteilten Ladungen des dipolaren Wassermoleküls sind so stark, dass sie in die Kristallstruktur der im Wasser befindlichen Salze eindringen können und diese in Ionen aufzuspalten vermögen. Die so gebildeten Ionen z.B. Chlorid- und Sulfat-Ionen, werden zusammen mit den gelösten Gasen, z.B. Sauerstoff, von dem Wasser an die Eisenwände herangeführt. Hierdurch ergeben sich die Korrosionen, die durch Erwärmung des Wassers noch erheblich verstärkt werden.

Es genügen nur ein paar Tage mit Wasser im Uhrwerk für solche Resultate (Salz- oder Chlorwasser beschleunigt den Vorgang)



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