--- Kurioses ........

Das Herz einer mechanischen Uhr, die Unruhe (der Schwinger - die Zeiteinheit), die im Jahr etwa 150 Millionen mal hin und her schwingt und auch andere Teile werden durch die Reibung sehr beansprucht.
Ein verschmutztes oder nicht mehr ausreichend geschmiertes Uhrwerk kann teure Schäden verursachen, desshalb sollte die Uhr regelmäßig revidiert werden (empfehlesnwert alle 5-6 Jahre) als grober Wert, die von Hersteller zu Hersteller und Fall zu Fall abweichen .

Das sollten Sie von den Leistungen Ihrer mechanischen Uhr wissen!

  • ....dass die Unruh in nur einem Jahr ebenso viele Drehungen (Schwingungen) ausführen muss, wie die Räder eines Autos, wenn es 500.000 km gefahren ist. Ihr Fahrzeug würden Sie nach dieser Jahresleistung wahrscheinlich verschrotten wollen. ..und Ihre Uhr? Funktioniert sie immer noch? Erinnern Sie sich noch wann Sie ihr eine kleine Inspektion gegönnt haben???
  • Die Unruh macht 691.200 Halbschwingungen pro Tag. Das sind 252 Millionen und 288.000 Halbschwingungen im Jahr. Die Achse dreht sich genau so schnell wie das Antriebsrad einer mit 140 Km/h fahrender Schnellzug. 
  • An der Unruhwelle befinden sich am unteren und oberen Ende dünne Zapfen, die bei Armbanduhren oft nur 7-hundertstel Millimeter stark sind, also dünner als ein Frauenhaar. Die Lagersteine für die Radzapfen aus synthetischen Rubinen, die in einem komplizierten Schmelz- und Bearbeitungsverfahren hergestellt werden und härter sind als Natur-Rubine. Diese Uhrsteine sind bei Stoß und Schlag bruchgefährdet.
  • Als kleinste Maschine der Welt besitzt die Uhr eine Kraft durch die Zugfeder zur Vollbringung dieser Leistung die nur einem Hundert-Millionstel einer Pferdestärke (0,000.000.01 PS) entspricht.
  • Je nach Beruf des Uhrenträgers ist eine Armbanduhr täglich 7.000 bis 41.000 Erschütterungen ausgesetzt.
  • Zur Anfertigung einer Uhr sind über 1.500 einzelne Arbeitsgänge notwendig. 
  • Manche Uhrschrauben sind so klein, daß 50.000 Stück davon in einen Fingerhut passen.

Thema "Sekundengenau":

Zeitabweichungen sind nicht immer durch ein Regulieren zu beheben. Das nach-Regulieren der Uhr erfolgt nicht allein durch Verschieben des Rückerzeigers, vielmehr besteht die Kunst des Regulierens darin, die Anzahl der Unruhschwingungen trotz vieler störender Einflüsse konstant zu halten.
Bedenken Sie, daß der Umgang mit den lupenkleinen Teilen einer Uhr eine komplizierte Sache ist.Es sind die ständigen Lagenveränderungen, Bewegungen, Stöße, Beschleunigungen, Temperaturveränderungen, die Kraftminderung der Antriebsfeder, magnetische und andere Einflüsse, die das Regulieren erschweren. Das Regulieren der Uhr erfolgt nicht allein durch Verschieben des Rückerzeigers, vielmehr besteht die Kunst des Regulierens darin, die Anzahl der Unruhschwingungen trotz vieler störender Einflüsse konstant zu halten.
Es sei bemerkt, dass ein Uhrmacher ein Uhrmacher ist, wenn er ein elektronisches Gerät zur Gangregulierung hat, andernfalls ist er schlecht ausgerüstet
Die handwerkliche Kunst wird Ihrer fertig montierten Uhr die optimale Reglage geben, doch muß ich Sie darauf hinweisen, daß eine "Sekunden-Reglage" nur bei sehr guten Präzisionsuhren und Chronometern möglich ist.
Normale Gebrauchsuhren müssen sich, je nach ihrer Qualität, mit Minutentoleranzen begnügen.
Eine mechanische Uhr, die eine Sekunde pro Tag vor geht, hat eine Gangdifferenz von nur 0,0011 %.

Mehr Ganggenauigkeit bringt natürlich eine Quarzuhr, bei der die Gangdifferenz je nach Qualität bei wenigen Sekunden im Monat liegt.



Gemessen an den meisten technischen Errungenschaften ist die Uhr die präziseste Maschine die der Mensch ersonnen hat.
Die von Ihnen genannte Ungenauigkeit ? Toleranz?
Ein Vergleich von Mechanik mit Elektronik geht nicht!
Bei den meisten Berufen sind 1 % Toleranz absolut perfekt ... welcher Mauerer kann schon eine 10 Meter lange Mauer auf 1 cm genau hin bekommen.

Wenn eine Uhr 4 Sek. am Tag ungenau geht und solange diese regelmäßig ist, funktioniert das Uhrwerk im Grunde sehr präzise. Es liegt in der Natur der Sache das es keine absolute Präzision geben kann, denn sonst gäbe es auch ein Perpetuum mobile.
Selbst die genausten Präzisionspendeluhren habe eine Fehlweisung die zwar im Millisekundenbereich liegen aber nicht völlig zu eliminieren sind. Ein Problem mit dem sich die Uhrmacher und die Zeitmessung seit Jahrhunderten herumschlägt.
Ein mechanisches Uhrwerk ist ein technisches Wunderwerk und extrem präzise.
Ein zehntel Millimeter ist für die meisten Berufe eine Toleranz, für Uhrmacher dagegen eine Distanz !